Freitag, 5. April 2013


Nachdem Anna sich dem Geheimbund der Zeitwächter angeschlossen hat, lässt das nächste Abenteuer nicht lange auf sich warten. Mitten in ihrer Abiturprüfung ereilt sie eine Schreckensnachricht aus Paris: Sebastiano ist verschollen - und zwar im 17. Jahrhundert! Anna begibt sich auf eine gefährliche Reise und findet ihren Freund tatsächlich in Paris wieder. Doch es gibt ein neues Problem: Er hält sich für einen Musketier und hat keine Ahnung, wer Anna ist. Schafft sie es, seinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen?





Wieder einmal hat Eva Völler mich mit ihrem Zeitreiseroman völlig in ihren Bann gezogen. Der zweite Teil „Zeitenzauber - Die goldene Brücke“ ist ein würdiger Nachfolger vom ersten Teil.
Diesmal spielt die Geschichte in Paris. Sebastiano steckt ohne Erinnerungen an sein altes Leben dort fest und denkt, er sei ein Musketier. Noch dazu ist er der treuste Diener des Kardinals.
Anna muss ihn davon überzeugen, dass er sie liebt, denn der Kardinal möchte, dass Sebastiano sich auf die beste Freundin der Königin einlässt, um sie auszuspionieren.
Die Liebesgeschichte von Anna und Sebastiano spielt also ein zentrales Thema in diesem Buch, obwohl es gleichzeitig auch viel Spannung gibt.
Anna muss sich bei dieser Mission ganz auf sich selbst verlassen, da ihr neuer Zeitreisegefährte Gaston sich lieber mit Pasteten und Leckereien begnügt, als ihr zu helfen.
Ich möchte nicht zu viel über die Geschichte erzählen, doch so viel kann ich schon mal sagen: Die Personen, die man für die Guten hält, sind vielleicht nicht immer gut. ;)
Paris im 17. Jahrhundert wird wieder detailiert und realistisch beschrieben. Die Umgebungsbeschreibungen von Eva Völler sind wirklich einmalig. Wenn man es liest, fühlt man sich, als ob man mitten im Geschehen ist und genau das liebe ich so an ihren Büchern.
Auch die Charaktere sind wie immer liebevoll und charmant beschrieben. Anna und Sebastiano, beide Dickköpfig wie eh und je. Und auch wenn sie eigentlich Feinde sein sollten, können sie die Finger nicht voneinander lassen. Dabei artet fast jedes Treffen der beiden in Streit aus.
Die Nebencharaktere haben alle ihren eigenen Charme. Da gibt es z.B. Marie, die meint, in Anna ihre Seelenverwandte gefunden zu haben und sie um jeden Preis beschützen will. Oder auch Cécile, die nach Ruhm und Reichtum strebt und trotz ihrer Eigenarten etwas sympathisches an sich hat.
Ebenso wie im ersten Teil gibt es im Zweiten ein offenes Ende und ich hoffe so sehr, dass noch ganz viele Bücher dieser Reihe kommen werden.
Im Großen und Ganzem muss ich sagen, dass die Zeitenzauber Reihe bisher meine Lieblingsreihe ist. Es gibt kein Buch, dass diesen das Wasser reichen kann. Spannung, Humor, Liebe, Intrigen, Vergangenheit, Gegenwart, all das findet sich hier wieder. Wirklich einmalig toll.
Ich gebe fünf von fünf Sternen.


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